Wie jeder andere Dienstleister auch, können Ärzte mit Hilfe von gezielter Werbung ihre Kundschaft, in diesem Fall den Patientenkreis, erweitern. Jedoch gibt es dabei einige Hürden zu beachten. Das Arztwerberecht legt dabei fest, was erlaubt ist und was nicht. Doch lohnt es sich für Ärzte eigentlich Werbung für ihre Leistungen zu machen?
Im Hinblick auf das Wohl der Patienten, ist Werbung nicht nur erlaubt sondern sogar erwünscht. Denn wer die richtige Entscheidung treffen will, muss umfassend informiert sein. Das gilt für die Wahl des Arztes, genauso wie für die Wahl der Behandlung. Studien belegen, dass Patienten rund 16 Milliarden Euro mehr für ihre Gesundheit ausgeben würden, wenn sie die entsprechenden Angebote kennen würden. Und da kommt die Werbung ins Spiel!

Welche Werbung ist erlaubt?

Grundsätzlich gestattet ist die sachlich berufsbezogene Information. Verboten ist dagegen die berufswidrige Werbung. Das bedeutet Werbung die anpreisend, irreführend oder vergleichend agiert.     
Verbote aus dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) sind in den vergangenen Jahren immer weiter liberalisiert worden. Damit wurde eine Reihe von Verboten aufgehoben, die Werbung außerhalb der Fachkreise betreffen. So ist etwa Werbung mit Gutachten, Zeugnissen, wissenschaftlichen oder fachlichen Veröffentlichungen sowie mit Hinweisen darauf, zulässig geworden - sofern damit kein empfehlender Charakter verbunden ist.      
Es muss jedoch beachtet werden, dass ein großer Unterschied zwischen der Werbung innerhalb und außerhalb der Praxisräume besteht. Während innerhalb der Praxisräume das Aufklären über Sonderangebote und deren Kosten sowie das Verteilen von bedruckten Give-Aways wie Kugelschreibern sehr erwünscht ist, ist es außerhalb strengstens verboten!

Möglichkeiten der Werbung:

Das Internet ist längst zur Infrastruktur geworden. Deshalb ist es auch für Ärzte empfehlenswert, auf die Gestaltung einer eigenen Internetpräsenz zurückzugreifen. Über diese können potentielle Kunden sich ganz bequem die nötigen Informationen wie zum Beispiel Sprechzeiten oder Informationen über Behandlungen einholen. Werbung für die eigene Webseite ist erlaubt, solange sie nicht zu aufdringlich gestaltet ist. Patienten nehmen auch längere Wege in Kauf, wenn sie im Internet einen Spezialisten für ihr Leiden gefunden haben. Voraussetzung dafür ist, dass die Arztpraxis in Suchmaschinen auch gefunden wird. Weil Google in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent hält, empfiehlt es sich auch für Ärzte, die Aufmerksamkeit auf diese Suchmaschine zu konzentrieren. Im Falle von Google Adwords wird die Werbung als Ergebnis der Suche an den Patienten ausgegeben. So fällt die Werbung nicht aufdringlich aus, sofern die Anzeigentexte sachlich und informativ formuliert sind. Ein weiterer Bereich der Werbung, bei dem aus den Vollen geschöpft werden kann, ist das Print-Design. Vor allem professionell gestaltete Geschäftsdokumente, die sich von der Masse abheben, können einen guten Eindruck bei den Patienten hinterlassen. Für Ärzte ist vor allem die Gestaltung von Visitenkarten und Terminkarten empfehlenswert, da diese täglich an Kunden weitergegeben werden.
Auch wir konnten auf diesem Gebiet bereits Erfahrungen sammeln. Für unseren Kunden, die Zahnarztpraxis Dr. Johannes Schmitt haben wir ein vollständiges Corporate Design entwickelt. Dabei wurden unter anderem neue Visitenkarten, Terminkarten, Rezeptblöcke, Briefpapier und verschiedene Werbeanzeigen und Praxischilder erstellt. Für die ebenfalls in Gössweinstein ansässige Zahnarztpraxis Dr. Albert wurden wir ebenfalls im Bereich Print Design tätig und haben ein neues Logo und ein dazu passendes Firmenschild erstellt. Zusätzlich wurde die Website optimiert und mit einem neuen Design umgesetzt.

Gibt es Beschränkungen im Bezug auf Werbeträger?

Anders als früher werden die Formen der Werbeträger nicht mehr generell voneinander unterschieden. So stehen den Medizinern heute eine Vielzahl an Kommunikationsmedien offen: von der Website, Flyer, Poster, Aufsteller, Terminkarten, Anzeigen, PR, Internet, Messen, Sponsor-Aktivitäten, über Schulungen des Personals bis hin zum Empfehlungs- oder gar Guerilla-Marketing – das ist alles erlaubt. Sämtliche Werbeträger, egal ob Praxisschild, Briefbogen, Rezeptvordrucke, Internetpräsentationen oder Anzeigen, werden gleich behandelt. Es wird nicht mehr zwischen den unterschiedlichen Medien differenziert, sondern es kommt bei allem immer auf die konkrete Ausgestaltung von Form, Inhalt und Umfang im Einzelfall an.

Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Recherche können wir die Genauigkeit der Informationen nicht garantieren. Bei detaillierten Fragen zum Recht wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.

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